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    Was wir in 2025 erreicht haben

    Wie sich das Leben der Kinder seit der Gründung von Slum Network for Education e.V. verändert hat und was eure Unterstützung bereits bewirken konnte...

    Eure Unterstützung kommt an!

    Seit der Verein Slum Network for Education e.V. existiert, konnten wir eine ganze Reihe von Menschen von unserem Projekt und der Idee dahinter begeistern. Wir erhielten Unterstützung in Form von Einzelspenden, aber auch von regelmäßigen Spenden, mit denen wir einen Teil der Lebenshaltungs- und Ausbildungskosten der Kinder im Waisenhaus decken können.


    Ibra und Babirye


    Darüber hinaus haben wir bei Veranstaltungen das Catering übernommen und den kompletten Erlös an das Projekt gespendet. Einige Familien haben uns Kinderkleidung geschenkt, die wir in Päckchen nach Kampala geschickt haben.

    Durch all diese Unterstützung konnten wir bereits im ersten Jahr das Leben der Kinder entscheidend verbessern.

    Die Ausbildung

    Eines unserer ersten und wichtigsten Ziele war es, alle Kinder im Waisenhaus in die Schule zu bringen oder eine Ausbildung zu ermöglichen. Bildung ist der Schlüssel für eine selbstbestimmte Zukunft, sie schafft die Grundlage dafür, später eine Ausbildung zu machen und ein eigenes Leben aufzubauen.

    Mit Begeisterung zurück ins Lernen

    Mittlerweile gehen alle 13 Kinder im schulpflichtigen Alter seit mindestens einem Jahr regelmäßig zur Schule. Viele der Kinder hatten zuvor eine abgebrochene Schulausbildung oder waren teilweise noch nie regelmäßig in der Schule. Umso berührender ist es zu sehen, mit welcher Freude sie diese Chance heute annehmen.

    Sie freuen sich jeden Tag darauf, zur Schule zu gehen und sind traurig, wenn sie einmal nicht hingehen können. Sie genießen es, mit ihren Freunden zusammen zu sein und endlich lernen zu dürfen. Selbst am Wochenende nutzen sie jede Möglichkeit, zusätzlich zu lernen: Sie besuchen freiwillig Computerkurse oder nehmen an Nachhilfeangeboten teil. Besonders stolz sind sie auf ihre Schuluniform ein sichtbares Zeichen dafür, dazuzugehören.

    Unsere Kinder in der Schule


    Die Entwicklung der Kinder ist beeindruckend. Die Schulleiterin erzählte uns:

    „Am Anfang waren die Kinder unstrukturiert, hatten oft keine saubere Kleidung und wussten nicht, wie sie sich im Schulalltag verhalten sollen. Heute kommen sie gepflegt zur Schule, haben Freunde, lachen und lernen mit Freude. Man kann sie inzwischen nicht mehr von den anderen Schülern unterscheiden.“

    Daphines Traum


    Ein besonderes Beispiel ist Daphine (15): Sie träumte davon, wieder zur Schule gehen und später studieren zu können. Allerdings musste sie bereits in der 2. Klasse die Schule verlassen, um auf dem Markt zu arbeiten. Aufgrund ihres Alters wurde ihr ursprünglich eine praktische Ausbildung empfohlen.


    Nachdem wir von ihrem Wunsch erfuhren, berieten wir uns und beschlossen gemeinsam, ihr die Rückkehr in die Primary School zu ermöglichen. In den Ferien erhielt sie Förderunterricht und wurde im 2. Term 2025 in die 5. Klasse eingeschult.


    Daphine (mitte) in ihrer Schuluniform


    Da sie viel Unterrichtsstoff aufholen muss, bekommt sie jede Unterstützung, die sie benötigt, um nach der 7. Klasse den Übergang zur Secondary School zu schaffen. Das wäre ein riesiger Erfolg.



    Ausbildung der Jugendlichen

    Da keiner der 12 Jugendlichen aus dem Waisenhaus einen Schulabschluss vorweisen kann, war es zunächst schwierig bis unmöglich, Ausbildungsplätze zu finden.

    Dem großen Engagement von Salim ist es zu verdanken, dass schließlich doch eine Lösung gefunden wurde: Alle Jugendlichen können nun entsprechend ihrer Interessen praktische Berufe bei privaten Ausbildern erlernen.

    Bei der Ausbildung: Babirye im Catering, Shakira als Konditorin, Ibra in Elektrotechnik und Musa als Automechaniker


    Im Oktober 2025 haben sie gemeinsam ihre Ausbildung begonnen. Nach Abschluss der praktischen Ausbildung besteht die Möglichkeit, eine externe Prüfung abzulegen und einen staatlich anerkannten Berufsabschluss zu erwerben.


    In Uganda haben laut Statistik der Rosa-Luxemburg-Stiftung 50,9 % der 15- bis 24-Jährigen weder Arbeit noch Zugang zu Schule oder Ausbildung. In den Slums von Kampala liegt dieser Anteil noch deutlich höher.


    Der Erwerb praktischer Fähigkeiten eröffnet unseren Jugendlichen daher eine echte Chance auf eine sichere Zukunft.

    Das tägliche Leben


    Bevor wir das Waisenhaus unterstützten, war jeder Tag ein Überlebenskampf. Die Mitarbeiter versuchten, irgendwie Geld für die Versorgung der Kinder aufzutreiben, doch es fehlte an allem. Oft ging es nur darum, ein paar Schillinge zu verdienen, um wenigstens eine kleine Mahlzeit kochen zu können. Manchmal reichte es nur für eine Handvoll Reis und an manchen Tagen fehlte selbst dafür das Geld. Die 25 Kinder mussten sich wenige alte Matratzen teilen, und auch die vorhandenen Decken waren alt und zerschlissen.



    Unsere Kinder und Jugendlichen im Alltag

    Konkrete Verbesserungen im Alltag


    Seit unserer Unterstützung hat sich vieles verändert:

    • Es wird regelmäßig mit einem festen Budget eingekauft, sodass täglich zwei Mahlzeiten angeboten werden können. Anfangs wurden nur Grundnahrungsmittel beschafft, mittlerweile gibt es auch Obst, Gemüse sowie gelegentlich Fleisch und Fisch.

    • In der Nachbarschaft hat sich herumgesprochen, dass im Waisenhaus gekocht wird – sodass manchmal auch weitere hungrige Kinder mitversorgt werden.

    • Wir haben Kleidung in verschiedenen Größen verschickt; fehlende Kleidung wurde zusätzlich vor Ort gekauft.

    • Schuluniformen und Schulmaterial wurden angeschafft.

    • Nach und nach konnten für alle Kinder Matratzen und neue Decken gekauft werden.

    • Im Dezember 2025 erhielten alle Kinder und Mitarbeiter Moskitonetze, um das Risiko von Malaria zu reduzieren.

    • Im Januar 2026 wurden für die Jugendlichen in der Ausbildung Sicherheitsschuhe und robuste Arbeitskleidung angeschafft.

    • Die Miete für die Räume des Waisenhauses wird inzwischen regelmäßig aus Spendengeldern bezahlt, sodass die ständige Angst vor Zwangsräumung entfällt.

    Medizinische Versorgung

    Auch im Bereich Gesundheit hat sich die Situation deutlich verbessert:

    • Erkrankungen wie Malaria, Typhus und Ruhr konnten behandelt werden, während früher oft keine medizinische Versorgung möglich war.

    • Ein Mädchen mit einem angeborenen Augenfehler wurde erstmals augenärztlich behandelt und erhält nun Medikamente, die bereits zu einer Verbesserung geführt haben.

    • Ein HIV-infiziertes Mädchen erhält wieder eine kontinuierliche Behandlung, die ihren Alltag deutlich erleichtert.

    • Das Waisenhaus wird regelmäßig mit Hygieneartikeln versorgt.


    Ärztliche Behandlung


    Der Anfang einer gemeinsamen Reise


    Mit den begrenzten Mitteln, die uns 2025 zur Verfügung standen, konnten wir bereits viel bewirken.

    Salim schrieb uns:

    „Seit eurem Besuch in Bwaise hat ein neues Kapitel für die Kinder begonnen. Die Kämpfe von gestern werden durch Hoffnung, Freude und Zugehörigkeit ersetzt. Zu sehen, wie die Kinder eine Mahlzeit genießen und dabei lachen, zeigt, wie weitreichend eure Unterstützung ist. Wir müssen uns nicht mehr täglich um Grundbedürfnisse sorgen und können uns darauf konzentrieren, das Potenzial der Kinder zu fördern. Ihr habt ihnen gezeigt, dass sie wichtig sind, dass sie geliebt werden und dass ihr Leben einen Wert hat.“

    Unsere gemeinsame Reise hat gerade erst begonnen und es gibt noch viel zu tun. Doch schon jetzt sehen wir, welchen Einfluss unsere Unterstützung auf das Leben der Kinder und ihrer Betreuer hat. Gleichzeitig lernen auch wir unglaublich viel durch den Austausch mit den Menschen vor Ort: Diese Begegnungen verändern auch unseren Blick auf das Leben und auf das, was wirklich zählt.





     
     
     

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